Donnerstag, 11. Dezember 2014

Beschwichtigungssignale (Calming-Signals) umlenken?!

Hallo ihr lieben Hundefreunde,


heute beschäftigt mich eine Frage die ich mir schon seit der Anschaffung meines ersten Hunde, Kowalski, stelle.

Wissenschaftlich ist mittlerweile bewiesen das Hunde vorwiegend mit ihrer Körperspreach, welche sich mehr und mehr über das Gesicht des Hundes abzeichnet, kommunizieren und auch dem Menschen nur so entgegen treten können.
Es ist also das "Problem" des Besitzers sich dem Tier, in der Sprache, etwas anzupassen, damit auch der Hund unsere menschlichen Befehle (mit Wort und Zeichen) versteht.

Als Kowalski bei mir einzog war er 3 Monate alt.
Bis dahin hatte ich mich waage mit Beschwichtigung zwischen Hund und Mensch, vielmehr zwischen Hund und Hund, beschäftigt und konnte deswegen oft nicht feststellen das zum Beispiel das Geschirr-Anziehen für ihn eher stressig ist.
Er duckt, sieht nach unten und leckt seine Lefzen.
Ich habe nach Noa´s Einzug und nachdem ich mich besonders mit diesem Thema auseinander gesetzt habe also begonnen Kowalski vor mir (mit dem Rücken zu mir) abzusetzen und ihm erst dann das Geschirr anzuziehen. Seine Haltung hat sich verbessert und das permanente Lecken hörte auf.

Nun habe ich unterbewusst schon immer Calming-Signale bei meinen Hunden angewandt.
So blinzle ich einem gestressten Hund beispielsweise zu um ihm zu siganisieren das er sich zur Ruhe begeben kann.
Das funktioniert, bei einer richtigen Anwendung, in der rechten Situation und wenn man den Hund nicht fixiert, sehr gut.
Kowalski beispielsweise ist ein enorm temperamentvoller Zwerg Shih Tzu und liebt Besuch über Alles, sodass es für ihn oft zu einer Stresssituation wird wenn zu viele Menschen da sind und er von allen Aufmerksamkeit möchte.
Ich schicke ihn so also auf sein Körbchen und wenn er meinen Blick sucht blinzeln wir uns mittlerweile gegenseitig zu, sodass er irgendwann den Kopf senkt, schnieft und sich entspannt.

Ich denke was für ein Signal ein Hund tatsächlich zur Beschwichtigung seines Gegenübers einsetzt ist nur dann zu erkennen wenn man seinen Hund wirklich kennt.
Zum Beispiel musste Noa erst lernen das eine Berührung schlichtweg schön sein kann, also musste ich sie anfangs für das Berühren (was für sie furchbar war) belohnen und somit "beschwichtigen".
Da wir Menschen sind geben wir unseren Vierbeinern etwas zu Fressen zur Beschwichtigung und nennen es oft Bestechung.
Ein Leckerchen zu reichen tut aber nichts anderes als ein Calmin-Signal:
Es versucht die Situation zu entspannen!

Das wir Menschen unsere Hunde also mit Streicheleinheiten und Leckerchen belohnen ist im Grunde ja nur ein ungekehrter Beschwichtigungsversuch, denn wir zeigen dem Tier "Alles ist gut wenn du jetzt auf mich hörst." und geben ihm damit im Laufe seines Lebens auch Sicherheit.

Ich bin nun also der Überzeugung das man das alles nicht verallgemeinern kann.
Ob nun ein Gähnen ebenfalls zu den Calming-Signalen (das bezweifle ich grundlegend) gehört oder nicht lässt sich sicherlich nur im Umgang mit dem bestimmten Tier heraus finden.

Wie seht ihr das? Beschwichtigt ihr eure Tiere nur mit Leckerchen?
Was wenn kein Leckerchen bei der Hand ist? Ein Streicheln beschwichtigt oftmals doch genauso oder nicht?
In welchen Situationen wendet ihr, welche Calming-Signale an, wenn überhaupt?

Kommentare:

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    Liebe Grüße, Jenny

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    1. Hallo Jenny ;)
      Danke, es freut mich das mein Blog dir gefällt.
      Sicherlich werde ich mitmachen, allerdings geht es mir derzeit nicht so gut deswegen kann es etwas dauern.
      Danke für die Nominierung und ein schönes Wochenende dir!
      Lg Reggie

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Im Namen meiner Nasen und mir danke ich für dieses Kommentar!